Mittwoch, 3. Juni 2026

Letzter gemütlicher Abend der Tour

Das Essen war aufgegessen, der Abwasch erledigt und wir konnten endlich in den gemütlichen Teil übergehen. Zum Glück hatten wir aus Schweden noch eine Menge Brennholz im Wagen, was wir in den letzten Tagen immer noch nicht vollständig verfeuert hatten.

So baute ich meine Feuerschale windgeschützt hinterm Wagen auf und wir entzündeten das Feuer, welches uns noch bis in die Nacht hinein wärmen würde.

Die Nachbarin aus dem VW Bulli kam derweil vorbei und leihte sich ein Micro USB Kabel, um deren JBL Box laden zu können. Ich wollte es ihnen schon schenken, sie brachte es aber später wieder vorbei. Die beiden müssen sich wahrscheinlich auch über uns gewundert haben, denn sie saßen in warmen Bulli beisammen, während wir unseren Abend komplett draußen im Wind verbrachten. Aber ein Feuer ist unschlagbar.

Wir tranken unsere gewohnten Bierchen, machten den Whisky leer und rekapitulierten die letzten zwei Wochen Tourgeschehen.

Die Sonne verschwand derweil und man merkte, dass hier weiter südlich auch wieder eher dunkel wurde. Regen würde hier auch nicht mehr fallen, denn wir hatten ziemlich Glück und die beiden Regengebiete zogen nördlich und südlich an uns vorbei.

Später als es dunkel war, sah man hinter uns die beleuchtete Große Belt Brücke und am Nachthimmel das Sternbild vom großen Wagen.

Gegen 0 Uhr war auch das letzte Holzscheit verbrannt und wir zogen uns ins Dachzelt zum schlafen zurück.

Sonniger Schlafplatz - Endlich Essen zubereiten

Wir hatten Glück, die Sonne schien hier und es gab auch noch einen Platz für uns. Zwar stand bereits ein VW Bulli auf "unserem" Platz, aber 10m weiter konnten wir auch gut stehen.

Es war ein junges deutsches Pärchen, was hier ebenfalls nächtigen wollte. Sie hatten nichts dagegen, dass wir uns dazu gesellten.

Nachdem der Wagen wieder ausgerichtet war, konnten wir mit dem Essen kochen beginnen. Zwar war es sonnig, von Meer kam aber eine gute Brise Wind und wir mussten letztlich mit geschlossener Heckklappe kochen.

Es sollte Pesto-Nudeln mit gebratenem Schweinefilet geben. Der Anblick, wie wir da beide an der Heckklappe fungierten, gegen Wind geschützt und das erste Pils in der Hand, erstaunte einen joggenden Dänen so sehr, dass er sich erstmal alles zeigen und erklären ließ. Er fand es klasse, wie minimalistisch wir unterwegs waren und trotzdem so ein Essen zaubern konnten.

Er zog wieder weiter und für uns war es nun Zeit das Essen zu fassen. Eine warme Mahlzeit nach dem langen Tag tat gut und wir konnten nun in unseren letzten gemütlichen Abend der Tour einsteigen.

Überfahrt nach Dänemark - Tschüss Schweden

Eigentlich wollten wir die Nacht noch in Schweden verbringen, morgen Kopenhagen ansehen und dann nach einer weiteren Nacht in Dänemark nach Hause.

Die Wettervorhersage hier bei Malmö und morgen in Kopenhagen sahen aber alles andere als gut aus.

Nachdem wir mögliche Schlafplätze in der Nähe von Malmö gecheckt hatten, die allesamt nicht wirklich schön sondern eher nur praktisch waren, entschieden wir uns für den Abschied aus Schweden.

Drüben in Dänemark sah die Wetterlage deutlich besser aus und wir wollten zum Schlafplatz der ersten Tournacht, der direkt am Meer lag. 

Das wird sich jetzt nochmal mindestens 1 1/2 Stunden hinziehen und wir kommen erst nach 19 Uhr dort an, aber im Regen nächtigen schreckte uns noch mehr ab.

Also überfuhren wir wieder die Öresundbrücke, die Grenze zwischen Schweden und Dänemark. Die Maut hatten wir bereits vorab bezahlt und kamen so durch die Schranken. Es ging an Kopenhagen vorbei und so langsam lichtete sich auch der Himmel und die Sonne zeigte sich.

Wir durchquerten einmal die Insel Själland (Seeland), bis wir gegen 19:15 Uhr endlich am sonnigen Schlafspot ankamen.

Durchfahrt durchs regnerische Malmö

Von Helsingborg ging unsere Fahrt durch den Regen nach Malmö. Kurz vorher tankten wir nochmal voll, damit wir für die Heimreise durch Dänemark kommen, denn hier sind die Spritpreise noch höher.

Leider regnete es in Malmö noch immer, auf eine Besichtigung hatten wir daher nicht so viel Laune. Wir entschieden uns, mit dem Auto zumindest einmal durch die Innenstadt zu fahren, jedoch waren natürlich alle schönen Altstadtbereiche nicht von Autos befahrbar.

Hinzu kam noch, dass hier jede Menge Schulabschlüsse (Abitur) gefeiert wurden, in dem die Klassen auf LKWs wie beim Karneval durch die Stadt zogen. Dazu auch etliche Autos mit Schülern, laute Musik, Trillerpfeifen und so weiter. 

Wir standen mittendrin und kamen kaum mehr weg. Ungefähr 40 Minuten verbrachten wir größtenteils in Staus, verursacht durch die Schüler. War mal lustig anzusehen, aber nun hatten wir gegen 17:30 Uhr auch keine Lust mehr, uns noch länger hier aufzuhalten und fuhren aus der Stadt raus.