Mittwoch, 27. Mai 2026

Besuch der Femöre Festung - Küstenartillerie aus dem Kalten Krieg

Wir erreichten den Ort Oxelösund und hatten uns hier eine damals streng geheime Küstenartillerie aus dem Kalten Krieg herausgesucht, die wir nun erkunden wollten.

Die Femöre Festung ist in das Gestein unter der Scherenlandschaft von Oxelösund gegraben, und war während des Kalten Krieges ein riesiger Atomschutzbunker. Von hier aus konnten 70 Soldaten diesen Teil Schwedens gegen eine Invasion der Sovjetunion und dem Warschauer Pakt verteidigen. Die Femöre Festung wurde 1966 gebaut, war in Betrieb bis 1998 und wurde erst 2003 übergeben.

Fakten zur Femöre Festung
• Ein streng geheimer Küstenartilleriebunker aus der Zeit des Kalten Krieges, der 1966 gebaut wurde und bis 1998 in gebrauch war.
• Mit seinen drei 7,5 cm Bofors Kanonen, konnte die Festung gegen Feinde im Umkreis von 13 km operieren.
• Über 1800 Schüsse wurden von der Festung aus abgefeuert.
• Die Festung ist so gebaut, dass sie einer Atombombe mit den Ausmassen der Hiroshima Bombe standhalten würde.
• Es gab eine 70 Mann starke Besatzung deren Versorgung für 30 Tage im Voraus gesichert war.
• Über 450 m Tunnelsystem verbindet die verschiedenen Teile innerhalb der Festung.
• Die Festung ist seit 2003 ein Museum, dass die Küstenverteidigung in Schweden während des Kalten Krieges zeigt.
• Verschiedenste Wanderwege führen durch die Naturlandschaft über der unterirdischen Festung.

Hafen von Nävekvarn

Es geht nun zum Sportboothafen von Nävekvarn. Hier steigen wir mal aus und schauen uns auf den Bootsstegen um. Die Sonne scheint bei blauem Himmel, windig ists weiterhin.

Am Meer entlang durch schöne Dörfer

Mit schönen Ausblicken ging es für uns weiter. Wir fahren extra nicht die vom Navi vorgeschlagenen Routen sondern nehmen jede kleine Straße die abgelegen am Meer entlang führt.

Unterwegs halte ich immer mal für ein paar Fotos. Es geht an schönen Buchten vorbei und dann auch wieder durch kleinste Dörfer, die wie aus alten Filmen stammen könnten. Highlight war ein kleiner Bauernhof, direkt am Wasser gelegen, mit einer Holzbrücke die über einen Bach führte, auf er kleine Gänse querten. Das war Idylle pur hier. 

Kurzer Halt an der Fähre bei Säter

Über die Landstraßen am Meer schlängelten wir uns weiter und schauten kurz an der Fähre bei Säter vorbei. Nicht um überzusetzen, nur um sie mal gesehen zu haben. 

Sie stand glücklicherweise gerade am Anleger und fuhr dann los.

Frühstücksplatz suchen - dann Frühstück

Am Meer fuhren wir die ersten Dörfer entlang und hielten Ausschau nach einem möglichst windgeschützten Pausenplatz mit Sitzgelegenheiten. Diese gab es hier eigentlich immer irgendwo.

Wir wurden neben einem kleinen Hafen fündig. Nicht direkt am Wasser, aber schön in der Sonne und mit einer Picknickbank.

Hier schlugen wir unser kurzes Lager auf und räumten einmal die Pritsche um, denn wir hatten noch ziemlich viel Holz mitgenommen, welches nun ordentlich verstaut wurde.

Nun hatten wir auch wieder Platz fürs Kaffee kochen, denn der Gasgrill konnte wieder aufgeklappt werden.

Ein paar Meter weiter gab es dann noch ein Toilettenhaus, welches wir für eine etwas umfangreichere Körperwäsche nutzten.

Aufstehen, aber erstmal kein Frühstück

Wir sind heut bei starkem Wind aufgestanden und die Sonne hat uns durch die Bäume noch nicht erreicht.

Dementsprechend kühl war es und den Gaskocher für den Kaffee zu betreiben wäre hier einfach zu kompliziert gewesen.

Also fix fertig gemacht, kurz gewaschen, das Restholz eingepackt und ab ging die Fahrt in Richtung Meer. Trotzdem war dies ein sehr schöner Platz.