Die Falu Gruva ist eine der bekanntesten historischen Kupferminen Schwedens und liegt in der Stadt Falun. Der Bergbau begann vermutlich bereits im 9. Jahrhundert und machte die Mine über viele Jahrhunderte zu einem der wichtigsten Zentren der europäischen Kupferproduktion. Im 17. Jahrhundert stammten zeitweise rund 70 % des europäischen Kupfers aus Falun, was großen Einfluss auf die wirtschaftliche und technische Entwicklung Schwedens hatte.
Die Mine war bis 1992 in Betrieb. Heute ist sie ein Museum und gehört seit 2001 zum UNESCO-Welterbe „Mining Area of the Great Copper Mountain in Falun“. Besonders beeindruckend ist das riesige Tagebauloch „Stora Stöten“, das durch einen Grubeneinsturz im Jahr 1687 entstand. Besucher können heute historische Stollen, Schächte und Ausstellungen zur Bergbaugeschichte besichtigen.
Die Falu Gruva gilt als bedeutendes Zeugnis der europäischen Industriegeschichte und zeigt, wie der Bergbau die Landschaft, die Gesellschaft und die Entwicklung moderner Technik geprägt hat.
Wir machten hier einen ungeführten Rundgang einmal um das Grubenloch herum und schauten uns die historischen Gebäude an. Gerade die riesigen Wasserräder zum Beispiel zum Betrieb von Aufzugsschächten beeindruckten mit Durchmessern zwischen 15-20m.